Krottenbachradweg: Radverkehr mehr als verdoppelt!
Gepostet von Radeln in Döbling am Juni 24, 2025 in Krottenbach, NeuigkeitenErfreuliche Bilanz der automatischen Verkehrszählung der Stadt Wien: zwischen 8. und 15. Mai 2025 wurden im Schnitt über tausend Radfahrer pro Tag gezählt, dabei 130 in den Spitzenstunden. Das stellt gegenüber Juni 2022 (als es noch keinen Radweg gab) bereits mehr als eine Verdopplung dar! Der Radweg Krottenbachstraße wird also gut genutzt und je besser die Rad-Infrastruktur in Döbling künftig wird, desto mehr Menschen können sicher mit dem Rad unterwegs sein.
Radweg für alle Generationen
Wer jetzt auf der Krottenbachstraße unterwegs ist, sieht immer mehr Eltern mit ihren Kindern radeln, größere auch alleine, manchmal laufen Papa oder Mama daneben her. Und auch gemeinsam zur Schule radeln macht Freude – der schönste Beweis, dass sichere Rad-Infrastruktur eine lohnende Investition in eine gesunde Zukunft ist. Ob Jüngere, Ältere oder jene, die sich vorher nicht getraut hätten, mit dem Rad zu fahren: Viele probieren jetzt aus, zum Einkaufen oder zur Post zu radeln.
Auch mit Lastenrädern sind Personen nun unterwegs, oft mit einem oder zwei Kleinkindern in der Kutsche, z.B. auf dem Weg zum Kindergarten. Damit werden Straße und Bus entlastet. Beim aktuellen Verkehrsaufkommen reichen die rund 3 Meter Breite des Radwegs aus, aber bei manchen Engstellen wird es schon knapp, wenn sich zwei Lastenräder begegnen. Von „Highway“ kann daher keine Rede sein, sondern es wurde mit Rücksicht auf die gesamte Verkehrssituation geplant und gebaut.
Viele profitieren vom neuen Radweg
Durch die Anpassung der Hauptfahrbahn auf die Regelbreite und ihrer teilweisen Verschwenkung kann man beobachten, dass die meisten Autos etwas langsamer fahren, womit die Unfallgefahr verringert wurde. Zu Fuß Gehende freuen sich über das „Sichere-Ampel-Grün“ an der Kreuzung mit der Cottagegasse (dort wurde noch vor 2 Jahren ein Schüler von einem abbiegenden KFZ-Lenker verletzt) sowie die neue Querungshilfe. Ebenso über die auf Gehsteigniveau angehobenen Kreuzungsplateaus auf Seiten des Radwegs. Die Bus-Fahrgäste freuen sich über die übersichtlichen Haltestellenkaps und den neuen gesicherten Übergang vor der Post und der Kratzlgasse, auch das Blindenleitsystem ist vorbildlich. Auch für KFZ und LKW-Verkehr macht die Entflechtung mit dem Radverkehr viel Sinn.
Für die Sicherheit gibt´s immer was zu tun
Offen sind noch die Einfärbungen des Radwegs an Kreuzungen, damit die Stellen, wo Wartepflicht bei Querung eines Radfahrenden ist, allen klar sind. Besonders kritisch ist dies bei der vielbefahrenen Kreuzung Obkirchergasse, wo auch ein zusätzliches Lichtsignal wichtig wäre. Die zuständige Magistratsabteilung soll hier schon an einer Lösung arbeiten. Diese Sicherheitsmaßnahmen sind wichtig, damit das achtsame Miteinander noch besser klappt. Und wie bei allen Veränderungen braucht es auch hier noch ein tägliches Lernen, damit beim Abbiegen auf den Vorrang der Radfahrenden geachtet wird. Jedenfalls lohnt es sich für alle, vorsichtig zu sein.
Und was sagen die Radfahrenden?
Der Radweg gibt mir einen sicheren und schnellen Weg in die Stadt über das Cottage Viertel und damit einen sicheren und schnellen Arbeitsweg. Am Wochendende hilft er mit den Kindern gut und sicher zum Radweg am Donaukanal zu kommen – hier bleibt nur noch das Nadelöhr Hardtgasse.
Wir haben zwei Stellungnahmen ausgewählt, die uns in den letzten Wochen erreicht haben.
Ich wohne bei der Kaasgrabenkirche und arbeite beim Schwedenplatz. Ich fahre immer ein Stück Silbergasse und biege in die Hofzeile ein. Nach Hause meide ich aber jetzt die Silbergasse – die sehr gefährlich ist für Radfahrer – und fahre lieber über Cottagegasse, Krottenbachstraße und Görgengasse. Das geht super. Langsam schneiden die Autos beim Rechtsabbiegen auch nicht mehr einfach auf den neuen Radweg, was zu Beginn dauern passierte.




