Übergabe der Forderungen für sichere Radwege

Die vierte Demo führte diesmal zum Döblinger Bezirksamt. Dort hat Radeln in Döbling dem Bezirksvorsteher (ÖVP) und Vertreter:innen von SPÖ, Grünen und NEOS die dringendsten Forderungen für sichere Radwege im Bezirk übergeben; denn Döbling ist Schlusslicht bei sicherer Rad-Infrastruktur. Mit den Montags-Kundgebungen am Weg in die Arbeit, die Schule oder zum Einkaufen machen Döblinger Radfahrende im Frühverkehr auf die Säumigkeit der Politik aufmerksam.

„Sichere Radwege auf allen Hauptstraßen“ und „Einbahnen öffnen für den Rad-Lückenschluss“ sind die großen Überschriften auf dem Forderungsplakat, darunter werden alle Straßen, die dringende Maßnahmen für sichere Radwege brauchen, konkret aufgezählt, wie Krottenbachstraße, Billrothstraße, Heiligenstädter Straße oder Döblinger Haupstraße. Die Liste ist lang, denn Döbling ist bei sicheren Radwegen und geöffneten Einbahnen Schlusslicht von allen Bezirken Wiens. Nach der bereits gewohnten Befahrung der Krottenbachstraße mit Abstandshaltern auf den Fahrrädern führte dann daher die vierte Montags-Kundgebung zum Döblinger Bezirksamt.

 

Öffentliche Übergabe, nun ist die Politik zum Handeln aufgefordert

Zur Übergabe der Forderungen hatte Radeln in Döbling alle Bezirksvertreter:innen eingeladen. Vor dem Bezirksamt fanden sich Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP), Thomas Mader, stv. Bezirksvorsteher (SPÖ), sowie Bezirksvertreter:innen von Grünen und NEOS ein. Die Forderungen wurden verlesen und mit der Bitte übergeben, sich für Radweg-Lösungen und damit für die Sicherheit der Döblinger Bevölkerung nachdrücklich einzusetzen, sowie die Liste ggf. an weitere zuständige Stellen weiterzuleiten. Denn Radeln in Döbling nimmt die Politik beim Wort, welche angekündigt hat: Das Radwegebauprogramm sieht bezirksübergreifende Fahrradverbindungen, das Schließen von Lücken sowie weitere Fahrradstraßen vor. Das soll endlich auch in Döbling ankommen.

 

Warum die Montags-Kundgebungen nötig sind

Auch diesen Montag kamen – trotz Nieselregen – wieder viele Radelnde zu den Kundgebungen und das zeigt deutlich: Die Menschen in Döbling fahren mit dem Rad zur Arbeit und erledigen radelnd ihre Alltagswege, jeden Tag, auch im Winter. Dazu brauchen wir endlich Radwege, auf denen Kinder und Erwachsene sicher unterwegs sein können. Die Montags-Kundgebungen werden am 10. und 24. Jänner jeweils um 7:30 Uhr fortgesetzt. Details zum Ablauf.

 

Verkehrsstadträtin und Bezirksvorstehung sind säumig

Der Bau des Radwegs Krottenbachstraße liegt in der Verantwortung von Verkehrsstadträtin Ulli Sima. Für den Bau eines solchen gibt es einen gültigen Beschluss der Bezirksvertretung Döblings. Wir fordern Verkehrsstadträtin Ulli Sima auf, den baulich getrennten und durchgängigen Radweg in beide Richtungen in der Krottenbachstraße jetzt endlich im Detail zu planen und bis 2023 umzusetzen. Denn 2023 steht die Wasserleitungssanierung in der Krottenbachstraße an, der ideale Moment um gleichzeitig den Radweg zu schaffen, für nachhaltige Verkehrspolitik und den achtsamen Umgang mit Steuergeld. Wir fordern die Bezirksvorstehung Döblings auf, Investitionen für Verkehrssicherheit für Fußgänger, die Beschleunigung des 35A, eine faire Raumaufteilung und Klimaschutz in unserem Bezirk nicht länger zu blockieren.